Deutschsprachige Bistümer

216. Sitzung der DOK

Die Mitglieder der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) trafen sich am 12. Mai zu ihrer zweiten Sitzung dieses Jahres. Schwerpunkt waren Themen aus dem Bereich der Liturgie. Die Erprobung des neuen Messbuches in deutscher Sprache findet im gesamten deutschsprachigen Raum statt. Das Vorgehen für die Deutschschweiz wurde besprochen; dankenswerterweise wird dabei auf eine Koordinationsfunktion des
Liturgischen Institutes abgestützt werden können. 

Das Jubilate-Projekt, das neue Medien für den Kirchengesang mit Print (Buch), Web und App entwickelt, erstattet der DOK regelmässig Bericht über den Fortgang und die nächsten Planungsschritte. Diese können per Newsletter (über www.jubilate.ch) mitverfolgt werden. Dazu begrüsste die DOK die Projektleiterin Sandra Rupp Fischer und Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz. Rupp Fischer zeigte in einer zusammenfassenden Schau, wie die vielfältigen Gruppen an spezifischen Themen arbeiten, und präsentierte die Entscheidungs- und Projektschritte, die daraus letztes Jahr resultierten. Eindrücklich ist, wie seit Beginn des Jubilate-Projekts eine grosse und breite Partizipation erreicht werden konnte. Abt Urban Federer lobte das Projekt denn auch als Beispiel für gelebte Synodalität.

Schwerpunkt der Sitzung waren Gottesdienstformulare, über die Jeggle-Merz und Rupp Fischer mit den DOK-Mitgliedern in Diskussion kamen. Die DOK ist vom Projekt überzeugt und freut sich über dessen Fortgang. Die DOK setzt voraus, dass das Gesangbuch Jubilate innerhalb eines Jahres nach Erscheinen im Advent 2028 von den Kirchgemeinden für alle Kirchen und Räumlichkeiten, wo in deutscher Sprache Gottesdienste gefeiert werden, angeschafft wird und bittet um entsprechende Budgetierung.

Zudem beschäftigen die DOK mehrere Themen aus dem Bildungsbereich. Der Kurs «Gemeinde leiten» wird weiterentwickelt und enthält neu die Option, einen CAS-Abschluss zu erreichen. 

Zeitlich drängend ist die Frage nach der Zukunft des Studienganges Religionspädagogik, der ab 2027 nicht mehr am Religionspädagogischen Institut (RPI), sondern andernorts angesiedelt sein wird. Die DOK beriet über Vorschläge, die nach einem runden Tisch aus einer von Prof. Margrit Wasmaier-Sailer, Dekanin der Theologischen Fakultät der Universität Luzern, und Bischof Felix Gmür gemeinsam eingesetzten Arbeitsgruppe eingereicht worden waren. Die Arbeitsgruppe führte Sondierungsgespräche mit möglichen neuen Trägerschaften und evaluierte alternative Bildungsszenarien. Die DOK gab nach ihrer Beratung ihrerseits einen in drei Schritten priorisierten Auftrag an den Bildungsrat der katholischen Kirche in der Deutschschweiz, um im August zu konkreteren Grundlagen für die weitere Beratung zur Realisierbarkeit und Durchführung zu gelangen. Der DOK ist es ein Anliegen, dass die Ausbildung, wie sie bisher am RPI absolviert werden konnte, auch zukünftig angeboten wird. Bereits am RPI immatrikulierte Studierende können ihre Studien wie geplant am RPI in Luzern abschliessen.

Die Geschäftsführerin der DOK, Monika Bieri, wird ihr Mandat für die DOK per Ende Juli nach bald zehn Jahren abgeben, um für andere Aufgaben Raum zu schaffen. Eine Nachfolge wird noch bestimmt. 

Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz DOK